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Call for papers

Forum für NachwuchswissenschaftlerInnen

Der nächste Workshop des Schweizer Forums für NachwuchswissenschaftlerInnen wird im Vorfeld der Jahrestagung der SGGMN vom 4. bis 5. September 2013 in Bern stattfinden. Das diesjährige Thema trägt den Titel:

Spezialist – Könner – Fachidiot
Expertentum in Medizin und Naturwissenschaften

Die Errichtung eines Schweizer Forums für NachwuchswissenschaftlerInnen entspricht dem Willen der SGGMN, junge ForscherInnen im Bereich der Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften zu unterstützen. Während der Henry-E. Sigerist-Preis herausragende Arbeiten mit einer punktuellen und individuellen Anerkennung auszeichnet, möchte das Forum den Dialog innerhalb unseres Faches mit der Erschaffung eines Raumes des Austausches und der Diskussion fördern.

Das Forum ist aus einer dreifachen Feststellung entstanden. Es beruht zunächst auf der Tatsache, dass bis jetzt in der institutionellen Landschaft Schweiz kein solcher Ort des Austausches ausserhalb der von den jeweiligen alma mater organisierten Doktorandenkolloquien und anderen Forschungsseminare existiert. Es soll dementsprechend jungen ForscherInnen einen weniger formellen, jedoch qualitativ gleichwertigen Rahmen bieten, in welchem sie ihre ersten Thesen und Ergebnisse sowie die Probleme vorstellen können, denen sie beim Verfassen ihrer Diplom- bzw. Master-, Doktor-, Habilitations- oder anderweitigen Forschungsarbeiten begegnet sind. Man bemerke dabei, dass nicht so sehr das Alter, sondern viel mehr der Status bzw. der zurückgelegte Weg in der akademischen Laufbahn darüber entscheidet, wer als NachwuchswissenschaftlerIn betrachtet werden soll und wer nicht.

Ein solches Forum scheint umso wichtiger, als unser Fach in eine Vielzahl von Instituten, Fachbereichen, Forschungsgruppen, Museen usw. zerstückelt ist, die voneinander wenig wissen und nicht selten um ihr Überleben kämpfen. Das Forum möchte deswegen Leuten, welche dieselbe Fragestellungen und Interessen teilen, die Möglichkeit bieten, Kontakt zu knüpfen, Netzwerke aufzubauen und Wissen sowie Ratschläge auszutauschen. Auf diese Weise wünscht es der Abgeschiedenheit entgegenzuwirken, mit welchem einige junge ForscherInnen konfrontiert sind.

Die Tatsache, dass ähnliche Strukturen zur Nachwuchsförderung z.B. in Frankreich oder Deutschland existieren, ermutigt uns schließlich einen weiteren Ort des Austausches zu gründen, um mit dem Einbeziehen von ausländischen Forschern den Dialog über die Grenzen unseres Landes hinaus zu erweitern. Dabei verfolgen wir nicht das Ziel, einen weiteren nationalen Partikularismus zu erschaffen, sondern möchten wertvolle Kontakte mit bereits vorhandenen Netzwerken pflegen.

Das Forum sieht seine Aufgabe darin, regelmäßig Workshops und Forschungstage zu organisieren. Die gewählten Rahmenthemen sollen dabei bewusst interdisziplinär und epochenübergreifend gestaltet werden, um eine Vielzahl von Austauschsmöglichkeiten zu ermöglichen. Vorträge können sowohl auf französisch als auch auf deutsch gehalten werden. Die Veranstaltungen sind für ein interessiertes Publikum zugänglich. Für weitere Informationen und Fragen können Sie sich gerne an Siegfried Bodenmann oder Lina Gafner wenden.